Boscha-Hexa Heinstetten e.V.
Geschichte bewahren, Freude feiern
Der Name der Boscha-Hexa leitet sich aus der lokalen Geschichte Heinstettens ab. Überlieferungen berichten, dass vor mehreren Jahrhunderten Frauen als Hexen bezeichnet wurden, die am sogenannten „Hexa-Boscha“ – einem markanten Baum am Ortsrand – gewirkt haben sollen. Ihnen wurde unter anderem nachgesagt, kranken Menschen ihre Leiden genommen zu haben.
Historische Recherchen im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, durchgeführt von Herrn Stopper (Heimat- und Geschichtsverein Meßstetten), belegen, dass im Jahr 1621 mindestens zwei Frauen aus Heinstetten hingerichtet wurden. Es ist davon auszugehen, dass sie im Zusammenhang mit Hexereivorwürfen standen. Dabei handelte es sich um die Mütter von Brosi Schludi und Georg Hürnlin.
Am 3. Juli 1993 versammelten sich 16 Personen in der Heinstetter Festhalle, um die Gründung einer Hexenzunft zu beschließen.
Die Versammlung wurde von Rudi Drissner eröffnet, der einstimmig zum Versammlungsleiter bestimmt wurde. Zur Schriftführerin wurde ebenfalls einstimmig Ricarda Elvedi gewählt. Die vorgeschlagene Tagesordnung wurde ohne Einwände angenommen.
Im Anschluss wurde der Gründungszweck erläutert und die Satzung vorgestellt. Nach gemeinsamer Beratung der Inhalte wurde diese einstimmig verabschiedet. Mit der Annahme der Satzung galt die Hexenzunft offiziell als gegründet.
Die anschließende Wahl der Vorstandschaft und Beisitzer erfolgte ebenfalls einstimmig mit folgendem Ergebnis:
Die erste öffentliche Vorstellung der Boscha-Hexa erfolgte im Rahmen eines Gründungsabends in der Heinstetter Festhalle. Das Programm wurde durch Beiträge der Jazztanz-Gruppe Gosheim, des Fanfarenzugs Nusplingen sowie einer Guggenmusik aus Harthausen begleitet.
Zu den Gründungsmitgliedern der Boscha-Hexa Heinstetten e.V. zählen:
In den vergangenen Jahren wuchs unser Verein auf ca. 115 aktive und ca. 21 passive Mitglieder.
Neben den Aktivitäten während der Fasnetszeit, hat unser Verein auch ein sehr hohes soziales Engagement. Unter anderem fanden in den Jahren 1994 und 1999 große Benefiz Veranstaltungen für Aktion Sorgenkind und den Verein für Mukovizidose erkrankte Kinder statt. Man konnte diesen Vereinen finanziell und auch durch Öffentlichkeitsarbeit tatkräftig unter die Arme greifen. Des weiteren haben wir im Jahr 2023 mit einem Kuchenverkauf die kranken Kinder im Krankenhaus in Tübingen unterstützt.
Ein fester Bestandteil des Vereinsjahres ist nach der Fasnet unser traditionelles Christbaumloben und die dazugehörige Hexentaufe.
Mit Pyramiden und unserem Hexentanz haben wir uns einen Namen auch über die Landesgrenze hinaus gemacht. Immer wieder waren wir zu Gast in der Schweiz, dem Schwarzwald und in Weil am Rhein. Auch am Sommerkarneval in Österreich haben wir schon teilgenommen.
Ausserhalb der Fasnetssaison pflegen wir den Zusammenhalt des Vereins durch verschiedene Veranstaltungen wie z.B. Grillabende, Ausflüge, Hüttenaufenthalte und auch Wanderungen.